Internet-Homepage mit Thema BIOS

BIOS-SETUP in Deutsch erklärt - Im BIOS-Setup Ihres Rechners gibt es viele Einstellungen, doch sind diese sowie die Bedienungsanleitung meist in englischer Sprache. Eine große Hilfe bietet Ihnen das BIOS-Kompendium von Hans-Peter Schulz, das nun in der Version 5.1 vorliegt. Es erklärt die Funktionen der unterschiedlichen Optionen in den BIOS-Versionen von AMI, Award (auch 4.52 und 4.53), MR BIOS und Phoenix. Das Programm, das Sie von der Schulz-Homepage "BIOS Kompendium" herunterladen koennen, ist wie eine Webseite aufgebaut, mit diversen Kreuzverweisen als Hyperlinks. Abgerundet wird das Kompendium unter anderem durch nützliche Infos, Tips und Adressen. http://www.bios-info.de

Thema BIOS-Update

Das soll's geben: Die nagelneue K6-2-CPU wird vom Bios nicht erkannt? Auch die gerade erst angeschaffte 10-GByte-Festplatte will nicht funktionieren? Die Komponenten auf dem Motherboard laufen nicht effizient. Bios-Update lautet die Lösung.

In vielen Fällen verspricht das Bios-Update eine Steigerung der Performance und die Verbesserung im Umgang mit problematischer Hardware, wie beispielsweise SCSI-Hostadapter oder LS-120-Laufwerken. Doch ganz so problemlos, wie es auf den ersten Blick scheint, ist so ein Update des Bios nicht. Der Anwender muß eine Reihe von Punkten beachten, denn Fehler bei der Umprogrammierung können ein PC-System schnell unbrauchbar machen.

Keine generelle Anleitung:
Eine generelle Anleitung, die für alle PC-Systeme und Bios-Versionen gilt, existiert aufgrund der hohen Vielfalt leider nicht. Dieser Beitrag soll entsprechendes Grundwissen zum Bios-Update vermitteln und dem Anwender die Möglichkeiten zeigen, die ein Bios-Update eröffnen kann. Die genauen Schritte sind in jedem Fall den vom Hersteller des PC-Systems/Mainboards mitgelieferten Dokumentationen zu entnehmen.

Nachfolgend eine Auswahl an Gründen, warum man das Bios updaten sollte:

Prozessoren:
Gerade in den letzten Monaten waren sie gefragt wie nie zuvor: Die aktuellen Socket-7-Prozessoren von AMD, Cyrix, IBM und IDT. Sie versprechen vor allem Besitzern älterer PC-Systeme die Annäherung an Pentium-II-Niveau. Um den neuen Prozessor jedoch erfolgreich erkennen zu können, ist in den meisten Fällen ein aktuelles Mainboard-Bios notwendig. Nur auf diese Weise lassen sich aktuelle Features - zum Beispiel die Taktfrequenz des Prozessors - optimal konfigurieren.

Festplatten:
Mit Speicherkapazitäten von 10 GByte und mehr übertreffen die neuen Ultra-ATA-Festplatten ihre Vorgänger in Sachen Kapazität um Längen. Doch nicht jedes Bios ist auf die neuen Platten vorbereitet. Vor allem bei älteren Boards liegt das Limit bei 8 GByte - größere Platten werden meist nicht erkannt. In vielen Fällen kann hier ein Update auf die neueste Bios-Version Abhilfe schaffen.

Sonstige Laufwerke:
Die beiden Laufwerke LS-120 und das Zip-Drive werden zwar von vielen aktuellen Bios-Versionen unterstützt, da es aber einmal Probleme mit der Einrichtung als Boot-Laufwerke gegeben hat, wurden diese häufig über Bios-Updates gelöst. Besitzer von LS-120-Laufwerken sollten in jedem Fall die neueste Bios-Version verwenden.

Performance und Kompatibilität:
Auf ältere Bios-Versionen reagieren moderne Betriebssysteme wie Windows 98 unter Umständen etwas bockig. Beispiel: Ein System verweigert nach der Installation von Windows 98 seine Dienste. Zwar wurde die Installation ordnungsgemäß ausgeführt, jedoch hängt sich das System beim anschließenden Booten immer wieder auf. Abhilfe schaffte das Update auf ein neues Bios. Je nach Anwendung führt das Update auch zur Verbesserung der Systemleistung. Das trifft vor allem auf Boards zu, die ein Feintuning der Speichereinstellungen erlauben - hier läßt sich bei extrem speicherintensiven Anwendungen, wie beispielsweise Photoshop, Arbeitszeit effektiv einsparen.

Jetzt geht's los:
Vor dem eigentlichen Update sind die folgenden Informationen über das Mainboard zuverlässig einzuholen: Hersteller, Typenbezeichnung und (wenn möglich) die Hardware-Revision. Diese Informationen finden sich im Regelfall im Benutzerhandbuch zum Mainboard, das im Lieferumfang des PC-System inbegriffen sein sollte. Eine Ausnahme dieser Regel stellen häufig Markenhersteller wie IBM oder Mitsubishi dar, zu deren Geräten sich oft kein individuelles Handbuch findet. Hier sollte der Anwender einen Blick ins generelle Handbuch zum PC-System werfen. Auch ein Blick auf den Lieferschein kann zu den gesuchten Informationen führen.
Schwieriger wird es, wenn das Handbuch oder eine weiterführende schriftliche Information zum Mainboard fehlt. In einer solchen Situation hilft nur noch die manuelle Ermittlung der Daten. Häufig finden Sie Informationen zum Mainboard zwischen den Steckplätzen oder auf der Unterseite. Hersteller wie Asus und Gigabyte zeichnen alle Produkte vorbildlich und eindeutig aus.
Lassen sich Hersteller und Typenbezeichnung auch manuell nicht ermitteln, bleibt nur noch die Anfrage beim Händler. Führt auch dieser Weg in eine Sackgasse, läßt sich das Bios des Mainboards nicht sicher aufrüsten - in dringenden Fällen sollte man auf ein neues Mainboard zurückgreifen.

Suche im Internet:
Das Internet ist der einfachste und schnellste Weg, um an die neue Bios-Revision zu gelangen. Eine Zusammenfassung aller führenden Mainboard Hersteller und deren WWW-Sites findet sich in der Tabelle.
Über bedienerfreundliche WWW-Oberflächen gelangt man schnell zum gewünschten Menüpunkt. In den meisten Fällen bezeichnen die Hersteller das entsprechende Menü als "Bios-Update" oder "Drivers". Über ein weiteres Auswahlmenü kann man dann auch das Mainboard auswählen, um so alle verfügbaren Updates und Treiber zu diesem individuellen Produkt zu bekommen. Viele Hersteller bieten hier Auswahlmenüs mit hohem Komfort, die beispielsweise die Versionsnummer des Bios, das Release-Datum und einige Notizen zum Update enthalten. Das gewünschte Update-File läßt sich im Regelfall per Klick zum Download selektieren.

Vor allem bei älteren Mainboards spielt die Hardware-Revision eine große Rolle. Im Regelfall finden sich in der Kurzbeschreibung zum Update Informationen wie beispielsweise "Revision 2.0 is needed". Diese Informationen muß man unbedingt beachten. Sollten sich solche Revisionsfilter in der Beschreibung finden, so ist die letzte gültige Version des Bios für die entsprechende Hardware-Revision zu verwenden. Das Einspielen einer nicht unterstützten Version macht unter Umständen das Mainboard unbrauchbar.

Aus alt mach neu:
Beim Einspielen des neuen Bios gilt ganz besonders eine Regel: Die Hinweise des Herstellers sind unbedingt zu beachten. Meist finden sich bereits in der Bios-Datei entsprechende Hinweise, wie genau vorgegangen werden muß. Prinzipiell unterscheidet man zwischen zwei Arten: dem Flash-Vorgang per Programm oder per spezieller Boot-Diskette. Rund 90 Prozent aller Mainboards lassen sich über ein spezielles Flash-Programm auf den neuesten Stand der Technik bringen. Man unterscheidet primär zwischen Award und AMI Bios, den beiden führenden Anbietern für PC-Bios. Die Bezeichnungen für beide Programme lauten im Regelfall "AMIFLASH" und "AWDFLASH". Es existieren zudem spezielle Versionen, deren Versionsnummern immer in den Programmnamen enthalten sind - beispielsweise amifl634.com, das für die aktuellen Socket-7-Boards von MSI benötigt wird.

Entscheidend für das Gelingen des Bios-Update ist der Einsatz des richtigen Flash-Programms. Im Regelfall findet sich auf der WWW-Seite zum Bios auch ein Link zur aktuellen Flash-Software. Zudem liefern alle Hersteller von Mainboards ihre Produkte mit entsprechender Software auf Diskette oder CD-ROM aus.

Beigelegte Readme.txt lesen:
Da sich die Flash-Programme von Hersteller zu Hersteller stark unterscheiden, sollte das beiliegende readme.txt-File ausgiebig studiert werden - nur so lassen sich Schäden durch Bedienfehler vermeiden. Im allgemeinen bieten aber alle Flash-Programme die Möglichkeit, die vorhandene Bios-Version in eine Datei zu speichern. Von dieser Funktion sollte in jedem Fall Gebrauch gemacht werden, um im Falle eines Falles die alte Bios-Version wieder einzuspielen. Wer sich im Umgang mit der Flash-Software nicht sicher ist, sollte den Fachhändler aufsuchen. Etwas einfacher haben es Besitzer von Mainboards, deren Bios mit einer speziellen Boot-Diskette auf den neuesten Stand gebracht wird, beispielsweise bei aktuellen Intel-Boards. Per Download erhält der Anwender ein sogenanntes Image dieser Boot-Diskette, das dann mittels einer speziellen Software auf sie geschrieben wird. Beim Booten startet der PC das Flash-Programm und führt zahlreiche Überprüfungen und Sicherheitsabfragen durch, die - wenn positiv bestätigt - zum Einspielen der neuen Bios-Version führen.

Wenn's nicht klappt:
Klappt das Update des System-Bios nicht, kann das verschiedene Ursachen haben. Am häufigsten scheitert der Update-Versuch am sogenannten Überschreibschutz für Bios. Dabei handelt es sich bei älteren Mainboards um einen Jumper, der das Bios-EEPROM gegen Überschreiben (absichtlich oder unabsichtlich) schützt. Bei neueren Mainboards finden sich solche Sicherungen auch im Bios selbst - bei Award im Regelfall in den "Advanced Bios Settings". Ein weiterer Grund für das Mißlingen des Bios-Updates ist der Einsatz der falschen Flash-Software oder Bios-Datei. Hier sollten alle Angaben des Herstellers - im Zweifelsfall nach Rücksprache mit dem Fachhändler - noch einmal überprüft werden. Zahlreiche Mainboard-Hersteller bieten überdies auch sogenannte FAQ (Frequently Asked Questions) im Internet. Dabei handelt es sich um Antworten auf die häufigsten Fragen, die die Probleme im Zusammenhang mit einem spezifischen Produkt lösen können.

Teures Scheitern:
Problematisch wird es, wenn die oben genannten Regeln nicht beachtet wurden und das vorhandene Bios durch eine fehlerhafte oder nicht für dieses Board entwickelte Version überschrieben wurde. Nur wenige Hersteller, wie beispielsweise Supermicro, bieten serienmäßig die Restauration des Bios über sogenannte Emergency-(Notfall-)Disketten, die das System trotz des zerstörten Bios wiederherstellen können. Im Regelfall muß zumindest der fehlerhaft beschriebene EEPROM-Chip an den Hersteller eingeschickt werden, meist aber das komplette Mainboard. Nur wenige Fachhändler verfügen über einen speziellen EEPROM-Brenner, da hier kein einheitlicher Standard der Dateien besteht und diese Geräte bei hoher Qualität entsprechend teuer sind.

Vorsicht: Typenbezeichnungen
Manche Hersteller führen ähnlich klingende Bezeichnungen in ihrer Produktpalette. Daher gilt es dringend, auf den genauen Wortlaut der Produktbezeichnung zu achten. Ein falsches Bios-Update kann das komplette System unbrauchbar machen.

Mainbord-Hersteller:
Häufig ist für das Upgrade einer CPU die neueste Bios-Version des Mainboards notwendig. Durchweg alle Hersteller bieten solche Upgrades zum Download im Internet an.

Hersteller:

WWW - Adressen:
Ability http://www.ability-tw.com
Abit http://www.abit.com.tw
Asus http://www.asus.com
A-Open http://www.aopen.com.tw
A-Trend http://www.atrend.com.tw
Biostar http://www.biostar.com.tw
Chaintech http://www.chaintech.com.tw
DFI http://www.dfiweb.com
DTK http://www.dtk.com.tw
Elitegroup http://www.ecs.com.tw
Epox http://www.epox.com.tw
FIC http://www.fic.com.tw
Freetech http://www.freetech.com
Gigabyte http://www.gigabyte.de
Intel http://www.intel.com
Iwill http://www.iwill.de
Lucky Star http://www.luckystar.com.tw
Matsonic http://www.matsonic.com
MSI http://www.msi-computer.de
NMC http://www.nmc-pe.de
Shuttle http://www.spacerwalker.com
Soyo http://www.soyo.com.tw
Supermicro http://www.supermicro.com
Tekram http://www.tekram.de
Tyan http://www.tyan.com
Umax http://www.umax.de

Zuletzt aktuallisiert am 1.03.2001